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Bildungscamp Christes e.V.

Kurs 1 Ein archäologisches Experiment – Der Rennofen

Kurs 1 Ein archäologisches Experiment – Der Rennofen


Schon vor 5000 Jahren war Eisen den alten Ägyptern bekannt. „Kupfer des Himmels" nannten sie es, weil das kostbare Metall als Meteor-Eisen aus dem Weltall kam. Jahrtausende später haben dann die Menschen gelernt, aus dem Eisenerz, das es bei uns auf der Erde gibt, Eisen zu schmelzen.
Leider sind intakte Schachtöfen so gut wie nie auffindbar, da der Ofen nach jedem Verhüttungsprozess teilweise zerstört werden musste. Aufgrund der deswegen nur als Relikte vorfindbaren Rennöfen ergeben sich immer wieder Schwierigkeiten bezüglich der Rekonstruktion.
Im Rahmen der experimentellen Archäologie wollen wir einen keltischen Rennofen in Lehmbauweise errichten und darin aus Raseneisenerz (mehr oder weniger poröses Eisen-Quarz-Gemisch) Eisen schmelzen. Dafür werden wir das gesammelte Erz aufbereiten müssen. Die benötigte Holzkohle werden wir natürlich auch selbst köhlern. Wie können wir die Belüftung des Ofens ermöglichen?
Wir erforschen viel Interessantes über Lehmbauweise, Geschichte der Menschen und Metalle, Archäologie, Bergbau sowie Eisen als Massenmetall. Auch die chemischen Aspekte der Eisenmetallurgie werden nicht zu kurz kommen.

Teilnahmevoraussetzungen

Es sollten sich Schüler und Schülerinnen angesprochen fühlen, deren Interessenschwerpunkte im naturwissenschaftlichen Bereich liegen. Wir wünschen uns Neugier und Interesse für komplexe Zusammenhänge. Ihr solltet bereit sein, im Freiland zu arbeiten. Das heißt, man wird auch einmal nass und schmutzig. Wir setzen die Bereitschaft voraus, neue Themen selbständig und gemeinsam in einer Gruppe zu erschließen, zu bearbeiten, zu dokumentieren und zu präsentieren.

Kursleitung

Matthias BüttnerMatthias Büttner (Jg. 1963) unterrichtet die Fächer Chemie und Biologie an der Jenaplan-Schule Suhl. Nach einer Facharbeiterausbildung im Werkzeugbau hat er diese Fächer an der PH Halle/Köthen studiert und seine Diplomarbeit in Botanik (Pflanzensoziologie) geschrieben.
Zunächst arbeitete er für etwa vier Jahre an verschiedenen Regelschulen in Thüringen. Seitdem ist er an der Jenaplan-Schule tätig. Besonders liegt ihm die reformpädagogische Profilierung der Schule am Herzen. Matthias Büttner ist Gründungsmitglied und Vorstandsvorsitzender des Vereins Bildungscamp Christes e.V. und mit Lothar Schreier seit 20 Jahren aktiv an der Vorbereitung und Durchführung naturwissenschaftlicher und geschichtlicher Kurse beteiligt.
Gerne wandert er in den Thüringer Wäldern oder ist mit Langläufern unterwegs. Auch in die Dolomiten zieht es ihn allwinterlich zum Skifahren. Ebenso gilt sein Interesse der Urgeschichte, der Literatur, den Insekten und Computernetzwerken.


Lothar SchreierLothar Schreier (Jg. 1961) ist als Leiter der Museen der Stadt Zella-Mehlis (Stadtmuseum in der Beschußanstalt, Technisches Museum Gesenkschmiede) tätig. Nach einer Berufsausbildung als Mechaniker für Datenverarbeitungs- und Büromaschinen mit Abitur studierte er Museologie mit dem Abschluss als Diplom-Museologe (FH) in Leipzig und war dann bis 1993 Leiter des Heimatmuseums in Zella-Mehlis. Danach arbeitete er in verschiedenen Projekten u.a. als Projektleiter Umwelt im Kulturbund für Europa e.V., erforschte die Bergbaugeschichte von Goldlauter im Auftrag der Stadt Suhl, erstellte ein bergbauliches Grubenkataster für den Verein für Hennebergische Bergbaugeschichte e.V. und war zuletzt mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Naturschutzzentrum Kleinschmalkalden u. a. mit der Erstellung eines Kulturlandschaftselementekatasters betraut. Daneben war er als Honorardozent im Auftrag der LEB Thüringen bei der Ausbildung von Kulturlandschaftsführern für den Bereich Naturkunde zuständig. Lothar Schreier ist Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender des Bildungscamp Christes e. V. und arbeitet mit Matthias Büttner gemeinsam an verschiedenen Projekten. Ehrenamtlich engagiert ist er außerdem als stellvertretender Vorsitzender des NABU-Kreisverbandes, Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie und Mitglied in einigen weiteren naturkundlichen und geschichtlichen Vereinen. In der noch verbleibenden Freizeit liest er viel und ist gern wandernd im Thüringer Wald unterwegs.

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